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Projekt: Mein Sommerkleid (2017)

Soooo…. es ist endlich fertig und ich mit der Passform nun auch tatsächlich zufrieden, das hat allerdings seine Zeit gebraucht.

Als Neuling und Autodidakt in der Schnittkonstruktion ist das halt doch nicht so leicht, obwohl es mir wirklich großen Spaß gebracht hat.

Hier sind meine Grundkonstruktionen nach dem Buch: „Schnittkonstruktion für Damenmode
(Band 1 – Guido Hofenbitzer – Europa Lehrmittel Verlag)

Schaut doch schon mal gut aus, oder? Das Probeteil, welches ich nach diesem Schnitt dann jedoch genäht habe, tat es dann allerdings nicht. 🙁

Also hab ich mir den Band 2 – Maßschnitte und Paßform (ebenfalls von Guido Hofenbitzer) zu Hand genommen und da wurde mir dann so einiges klar…. es ist nicht der Schnitt, der ist durchaus richtig konstruiert, es ist schlicht und einfach mein Körper.

Meine etwas schrägen, leicht nach vorn geneigten und sehr schmalen Schultern, welche dafür aber sehr großen Schulterkugeln haben, mein Brustumfang im Vergleich zum Unterbrustumfang. Meine schmalen Hüften und einen dadurch nicht in die Breite, sondern sich nach hinten rausstreckenden Hintern und noch so einiges mehr. Eeieiei, ich konnte so ziemlich jede Passformproblematik auf mich anwenden. Aber nunja, Klamotten von der Stange sitzen bei mir ja auch nie, also wieso sollte eine Standard-Schnitt-Grundkonstruktion dann so einfach passen. 😉

Also habe ich Schritt für Schritt die Passform-Problematiken des Buches durchgearbeitet und bin dann letztendlich – nach vielen weiteren genähten Testversionen und einigen optischen Anpassungen an meinen Wunschlook – bei diesem Schnitt gelandet:

Ich habe mich – auch wenn ich Abnäher grundsätzlich schöner finde – letztendlich doch für Prizessinnennähte entschieden, da sich diese an meine Rundungen anpassen ließen ohne das sich dafür an anderen Stelle „Beulen“ bildeten, weil die Abnäher nicht so viel Stoff aufnehmen konnten und 3 Abnäher auf jeder Seite (Vorderteil) waren mir dann doch irgendwie zu viel.

Zusätzlich habe ich für dieses Kleid dann noch einen V-Ausschnitt, ein Taillenband und vorne eine Kellerfalte mit angesetztem Faltenboden eingearbeitet (alles mit Hilfe der beiden oben genannten Bücher), denn die Farbgebung hatte ich ja schon die ganze Zeit im Kopf und diese funktioniert nun einmal nur mit diesen zusätzlichen Änderungen. 😉

Und Tadaaaaaa: Mein eigener Maßschnitt – Mein Sommerkleid 2017
Ach ja…. immer daran denken, wenn Ihr Euch schon die Mühe macht und Euren eigenen Maßschnitt konstruiert, konstruiert diesen in einer Standardversion. Also mit einem normalen Ausschnitt, einer ganz normalen Taillennaht und ohne Falten (Kellerfalte, oder ähnliches), denn dann habt Ihr diesen als Grundschnitt und könnt aus diesem dann durch weitere Anpassungen den Look kreieren, den Ihr Euch wünscht und zwar immer und immer wieder.


Als Stoff habe ich übrigens das wunderbare Baumwoll-Fahnentuch von stoffe-hemmers verwendet.
Siehe auch HIER (verfügbare Farben, Farbmuster)