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Projekt: Brautkleid

Da fährt man nichts ahnend zum Bahnhof um die beste Freundin auf dem Heimweg aus dem Urlaub abzufangen um die Wartezeit bis zum nächsten Zug mit Ihr & Ihrem Freund zusammen zu überbrücken und trifft auf strahlende Gesichter. Da hatten sich die beiden gerade mal wenige Tage zuvor verlobt und nun wurde ich gefragt ob ich denn Trauzeugin sein wolle. Was für eine Frage….. na logo, schließlich gehen wir seit gut 25 Jahren zusammen durch dick und dünn, da ist das doch eine Selbstverständlichkeit, eine Freude und natürlich auch eine große Ehre.

Die nächsten Fragen die wir uns dann einige Zeit später zusammen stellten – was für ein Kleid, was für ein Stil, welche Farbnuance soll der Stoff haben und vor allen: kaufen oder selbermachen? Wir Ihr Euch – rein auf Grund des Titels dieses Blogeintrages ja sicher bereits denken könnt – Selbermachen war die Antwort.

Also ein wenig im Netz gestöbert und hier ist die Skizze IHRES Wunsch-Brautkleides.

Das untere Kleid: bodenlang, mit trägerlosem Oberteil, Zierknopfleiste am Rücken, seitlicher Reißverschluß und alles aus wollweißem Baumwoll-Batist
Das obere Kleid: ebenfalls bodenlang, sogar noch etwas länger, vorne und hinten mit V-Ausschnitt, einem Taillenband aus dem selben Baumwoll-Batist wie das untere Kleid und den Rest komplett aus Tüllspitze.

Ab diesem Zeitpunkt lag die Verantwortung für das Kleid dann bei mir und in meinem Kopf fing es an zu routieren….. Wie setze ich dieses Kleid um, welche Schnittmuster kann ich verwenden, bzw. kombinieren und welche Schnittteile muss ich selber noch dazu konstruieren. Außerdem… wo bekomme ich all das Material her und das auch noch zu einem machbaren Preis. Denn als ich „Brautspitze“ googelte wurde mir bei Meterpreisen ab 80€ durchaus etwas mulmig, besonders da ich für dieses Kleid mindestens 5 1/2 Meter als absolutes Minimum berechnet hatte. Die Plattform Etsy wurde letztendlich zu unserem Retter und wir fanden wunderschöne Tüllspitze bei einem Anbieter aus China, die dann auch noch breit genug war um einen bodenlangen Rock für eine 1,73m große Frau zu nähen. Zum Glück war auch noch ausreichend Zeit bis zur Hochzeit, denn man muss bei Lieferungen direkt aus China durchaus eine Lieferzeit von bis zu 5 Wochen einplanen.

Sobald ich dann die genauen Maße meiner Freundin vorliegen hatte, habe ich das Oberteil für das Spitzenkleid konstruiert. Nebenbei habe ich die anderen Schnittmuster zusammengesucht mit denen ich den restlichen Look des Brautkleides zu erreichen hoffte und habe erst einmal ein Probekleid genäht. Schließlich soll das Kleid am Ende ja auch perfekt passen und wenn man nicht für sich selber näht und dazu auch noch mehr als 50km voneinander entfent wohnt, sind Zwischenanproben nun einmal nicht ganz so schnell zu bewerkstelligen.

Dazu kommt – auf jeden Fall für mich – das ein Kleid, welches man „nur“ aus einer Zeichnung heraus kennt, oder eben nur von Fotos, auf denen eine andere Frau, die ggf. auch noch etwas andere Proportionen als man selbst hat – nicht immer das ist, wann dann auch gut an einem selbst aussieht. Also ging es bei diesem Probekleid nicht „nur“ um die Passform, sondern auch darum, ob es wirklich DAS KLEID ist, welches sie sich für diesen wichtigen Tag vorstellt.

Das untere Kleid:
Das Foto zeigt die allererste Anprobe des Testkleides…. hier allerdings noch mit einem Reißverschluß anstatt der Zierknopfleiste am Rücken und einem etwas zu hoch angesetzten Taillenband.

Um den Brustkorb herum war es noch etwas zu weit, die Prinzessinnennähte mußten noch etwas an Ihre Rundungen angepaßt werden und die Form des Herzausschnittes paßte einfach nicht zu Ihr, den mußte ich also noch etwas begradigen. Doch was sind schon 3-4 kleinere Anpassungen und das beim aller ersten Versuch?


Die Tüllträger sieht man hier auf dem Foto leider nicht wirklich, doch am richtigen Kleid werden diese Träger ja mit Spitze bestickt sein.

Sooooo nun mußte ich mich noch in so einiges einlesen. Wie nähe ich z.B. eine Zierknopfleiste, wie lang müssen die Knopflochschlaufen sein, wie befestige ich einen BH im Kleid, so dass es optimal sitzt, der BH aber nicht unter dem Kleid hervorblitzt. Mein Hauptproblem war jedoch: Wie mache ich es, dass das untere offiziell „trägerlose“ Kleid nicht herunterrutscht und es auch ohne Miederstäbe oder Stäbchenband entsprechend hält, denn diese Optionen kommen für sie auf Grund persönlicher Umstände leider nicht in Frage…. Aaaaaaaaah!

Als erstes haben wir versucht – wie auch oben auf den Bildern zu sehen – einfach schmale Träger mit ans untere Kleid zu nähen, was aber ehrlich gesagt doch eher unschön aussah und auch irgendwie die „Leichtigkeit“ aus dem Kleid genommen hat. Kam also nicht im Frage. Doch was nun?

Kopfzerbrechen bis… uh uh uh, ich glaubt das könnt was werden… wieso nehme ich nicht einfach auch hier Tüll, zumindest der vom Probekleid ist ja unbestickt und naturfarben, und bastel daraus Träger, die deckungsgleich zu den Trägern des Oberteils des Spitzenkleides sind. Dieses hatte ich ja bereits selbst konstruiert und mußte so ja quasi nur die Träger noch etwas umgestalten und mit ins untere Kleid einnähen.

Also noch einmal ans Oberteil des unteren Kleides. Alle gesteckten Änderungen auf den Schnitt übertragen, den Reißverschluß an die Seite verlegt, die Schnittteile & die zusätzlichen Träger neu zugeschnitten, alles vernäht und auch wieder mit den Rockteilen verbunden + zumindest auch schon einmal die Knopfschlaufen der Zierknopfleiste angedeutet. Das Taillenband habe ich hier allerdings noch nicht weiter nach unten verlegt, da ich mir irgendwie gerne das Auftrennen der Naht am oberen Tüll-Testkleid ersparen wollte. (Faulheit)

Und so sieht nun das Ergebnis (unser Testkleid) aus! Die Tüllträger sind hier schon etwas besser zu sehen, denn diese sind ja nun zweilagig und das Kleid hat damit auch schon deutlich mehr Halt. *freu*

Die Passform- & Look-Optimierungen sind damit abgeschlossen. Nun geht’s an die echte Version Ihres Brautkleides und ich wurde so langsam immer nervöser. Noch nie in meinem Leben habe ich zuvor mit Spitze gearbeitet und da auch der Baumwoll-Batist etwas anders und auch dünner als der Baumwoll-Polyester-Batist des Testkleides ist, konnte ich quasi nur hoffen, dass das echte Kleid auch genauso gut sitzt wie unser Testkleid. Dazu die Verantwortung dem geschenkten Vertrauen gerecht zu werden und sie an Ihrem Tag in einem perfekt sitzenden Kleid ins rechte Licht zu setzen. Ich sage nur so viel…. mein Schlaf wurde deutlich unruhiger! 😉

Nun hieß es aber erst einmal Vorwaschen und Bügeln (etwas was ich ja so gar nicht mag). Hmpf!
Aber nun denn – Wat mutt, dat mutt!

Der Zuschnitt war dann die nächste Mammutaufgabe und hat sich auf Grund der Feinheit und nicht gegebenen Blickdichte des Stoffes etwas hingezogen, denn alle Rockteile wollte ich auf Grund der Beschaffenheit des Stoffes lieber doppellagig verarbeiten und das Oberteil des unteren Kleides sogar 4lagig (also doppelt für die Außenseite des Kleides und doppelt für das Futter).

Ich hatte letztendlich also insgesamt für das untere Kleid:
– 2 vordere Rockteile & 4 hintere Rockteile
– 4 mittlere & 8 seitliche vordere Oberteile
– 8 seitliche und 8 mittlere hintere Oberteile, denn am Rücken soll ja noch die Zierknopfleiste hinein

Zum Glück hat das Kleid Prinzessinnennähte, so dass das Zusammennähen bis zur Zierknopfleiste recht einfach war. Den Rock habe ich letztendlich zwar doppellagig genäht, doch als zwei einzelne Röcke, denn auch von Innen sollte das Braukleid schließlich toll aussehen und keine sichtbaren Nähte und auch keine Saumnaht haben. Außerdem ist so auch noch etwas Luft zwischen den Stoffschichten und sorgt dadurch zum einen noch für etwas mehr Blickdichte und zusätzlich auch noch für einen weicheren Fall. 🙂 Zwar konnte ich durch die Zierknopfleiste am Rücken die Taillennaht im Inneren des Kleides nicht mehr „verbergen“, doch da mir mehrere der tollen Näh-Ladies von Instagram unbedingt zu einem Waiststay* geraten haben, dachte ich, dass es auch so mit einer guten Versäuberung gut aussehen sollte.

* Waiststay = unelastisches Gurtband mit verstellbaren Haken, welches nur punktuell und auch nicht rundherum an die Innenseite der Taillennaht genäht wird. Es „schebt“ quasi im Inneren des Kleides und sollte so eng gestellt werden, dass es das Gewicht des Rock tragen und dieses in der Taille halten kann. Dazu aber später noch mehr…

Die Zierknopfleiste:
HIER findet Ihr erst einmal den Link zu der von mir verwendeten Anleitung. Diese ist von Zwischenmass.
Denn wozu gibt es sonst diese riesige Bibliothek namens Internet und all die vielen großartigen Selbstnäher mit Ihren tollen Anleitungen und Tipps & Tricks? Ich sage an dieser Stelle: Vielen lieben Dank Zwischenmass! Eure Anleitung hat mir wirklich großartig weitergeholfen!

Die Knopfschlaufen habe ich ebenfalls aus dem Baumwoll-Batist hergestellt und diese in der richtigen Länge (diese wird durch Umwickeln des später verwendeten Knopfes bestimmt) per Hand auf der Nahtzugabe des linken mittleren hinteren Oberteils fixiert. Im Anschluß habe ich dann das Futter draufgesteckt, alles zusammengenäht, gewendet und sorgfältig gebügelt. Die Schlaufen schauen jetzt heraus.

Das rechte mittlere hintere Oberteil habe ich ebenfalls rechts auf rechts mit dem Futter vernäht, hier habe ich allerdings nur die 1/2 zugeschnittenen Nahtzugabe genutzt, denn schließlich sollen die beiden Seiten ja noch übereinanderlappend zusammengenäht werden, welches ich dann auch nach dem Wenden und Bügeln sorgfältig per Hand gemacht habe.

Die Schnitteile des äußeren Oberteils und die des Futters werden nun noch rechts auf rechts zusammengesteckt, die Tüllträger zwischengefaßt, alles vernäht, die Nahtzugabe bis kurz vor die Naht eingeschnitten (besonders an den Rundungen ist dieses für einen schönen Fall sehr wichtig), gewendet und sorfältig gebügelt. Das Oberteil des unteren Kleides ist nun soweit fertig und kann mit den Rockteilen verbunden werden, die Knöpfe für die Zierleiste + die Schlaufen in die später der BH eingefädelt wird, können angenäht und der nahtverdeckte Reißverschluß dann als letztes eingenäht werden.

Fertig ist das untere Kleid! YEAH! 🙂

Das obere Kleid:
Ein Tüllspitzen-Kleid mit Taillenband:
Dieses hat mir tatsächlich die meisten „Bauchschmerzen“ bereitet. Denn wie schon gesagt ich habe noch nie zuvor im meinem Leben mit Tüll, bzw. Spitze gearbeitet und damit ist dieses meine größte Herausforderung bei diesem Projekt!

Der Zuschnitt:
Da man ja nun einmal recht schlecht auf Tüll „malen“ kann, habe ich die Schnitteile auf die Spitze gelegt, diese beschwert und zusätzlich auch noch leicht mit Stecknadeln fixiert. Dann habe ich mir einen 1cm breiten Papierstreifen (meine Nahtzugabe) ausgeschnitten, diesen an die Schnittteile gelegt und dann vorsichtig Schritt für Schritt zugeschnitten. Hierbei habe ich zusätzlich auch noch darauf geachtet, dass die Schnitteile so auf die Spitze gelegt sind, dass die Spitzenapplikationen der zusammengehörigen Seiten möglichst deckungsgleich sind, damit sich ein schöner Verlauf ergibt.

Das V-Ausschnitt-Oberteil habe ich ebenfalls mit Hilfe des Papier-Nahtzugaben-Steifens zugeschnitten, hier war jedoch die Positionierung der Schnittteile ziemlich tricky, denn die Blumenspitze sollte sich ja möglichst identisch am V-Ausschnitt entlang zur Schulter „hochhangeln“, daher besteht auch das vordere obere Spitzenoberteil aus zwei Teilen. Eine komplett identische Spiegelung war jedoch leider nicht möglich, da unserer Tüllspitze nirgends gespiegelt wurde und die linke und die rechte Stoffseite auch nicht gleich aussehen, aber ich find, dass ich es dennoch recht schön hinbekommen habe. Oder was meint Ihr?

Und damit hier – speziell im Oberteil – keine unschöne Nahtzugabe später sichtbar ist, habe ich von dieser noch die Spitze abgetrennt, die Naht noch einmal mit einem feinen Knopflochstich direkt neben der Naht abgesichert und die Nahtzugabe dann zurückgeschnitten. Das selbe habe ich auch – bis auf an der Seite wo sich der Reißverschluß befindet – an den Rockteilen gemacht und wie ich finde ein gutes und sauberes Ergebnis erzielt. Auch den V-Ausschnitt & die Armlöcher habe ich noch mit dem Knopflochstich umrandet, damit auch hier ein schöner Abschluß entsteht, auch wenn man Tüll grundsätzlich natürlich auch offen (also unversäubert) lassen kann.

Das Taillenband (die Seite die später nach aussen zeigt + auf der Innenseite das Futter-Taillenband) habe ich nun direkt rechts auf rechts an das Oberteil genäht, so dass es an der Taillennaht des unteren Kleides anfängt und diese nicht wie beim Probekleid überlappt. Den Tüll-Spitzen-Rock habe ich dann eingereiht und ebenfalls rechts auf rechts an die untere Seite des Taillenbandes genäht. An der Futterseite des Taillenbandes habe ich dann die Nahtzugabe nach innen umgebügelt und alles per Hand deckungsgleich festgenäht. Soweit so gut, mehr konnte ich jetzt – bis zur nächsten Anprobe – erst einmal nicht mehr tun, denn an welcher Stelle der BH – neben den Schlaufen zum Einfädeln – noch im Kleid fixiert werden muss und an welchen Stellen die Träger entsprechend verbunden werden müssen, damit sie trotz Bewegen auch deckungsgleich bleiben, ist erst bei „Tragen“ festzustellen! Das Gleiche gilt für den Waiststay, der ja auch noch fehlt. Also erst einmal Durchatmen Nina! 😉

Nur noch 8 Tage bis zur Hochzeit und wir haben es endlich geschafft uns für die finale Anprobe des Brautkleides zu verabreden. Die Nacht davor konnte ich kaum noch schlafen, so aufgeregt war ich! Wird alles passen und was wenn nicht? So viel Gedanken die mir im Kopf kreisten, doch zum Glück sollten sich all meine Sorgen als unbegründet herausgestellen.

Der BH:
Das Kleid wurde also anprobiert und wir haben den BH in Position gebracht. Das hieß zum einen, dass wir ihn erst einmal in die dafür vorgesehenen Schlaufen (diese befinden sich mit etwas Abstand links & rechts von der Zierknopfleiste im Inneren des Kleides ) eingefädelt haben, hier habe ich dann die Position markiert bis wohin er sich maximal nach oben bewegen darf und diese Stelle dann an den Schlaufen fixiert. Dann habe ich den BH auch noch direkt am Futter des Kleides befestigt. Dieses habe ich mit kleinen Kreuzstichen am oberen Rand des Ausschnittes getan (hier allerdings nur an den Seiten und an den oberen Rundungen des Herzausschnittes), so dass sich alles gut anlegt und nichts mehr verrutschen kann. Der BH kann so außerdem später auch einfach wieder herausgetrennt und weiterverwendet werden.

Der Waiststay:
Auch wenn der bodenlange Rock des unteren Kleides letztendlich doch nicht ganz so schwer wie erwartet wurde, war mir diese zusätzliche Absicherung sehr wichtig, denn ich kenn doch meine Süße… die letzten Tage vor der Hochzeit werden stressig und sollte sie dadurch noch etwas Gewicht verlieren, wird sich der Sitz des Kleides lockern.

Um die richtige Länge für den Waiststay herauszufinden, habe ich das Gurtband um sie herum geschlungen und sie ganz langsam und tief einatmen lassen. Hierbei habe ich dann 4 verschiedene Positionen (von ganz eng bis ganz weit) am Band markiert, an denen ich dann später die Haken aufgenäht habe. Das Gegenstück zu den Haken befindet sich logischerweise auf der anderen Seite des Gurtbandes, wo ich es dann auch festgenäht habe. Nun muß der Waiststay noch ins Kleid, hierfür wird er mit kleinen Kreuzstichen auf die Nahtzugabe der Taillennaht (jeweils an den Stellen wo sich Nähte oder Abnäher befinden) des Kleides genäht. Da wir den Reißverschluß seitlich am Kleid haben und der Waiststay ja quasi im Kleid „schweben“ soll, habe ich ihn natürlich nicht rundherum befestigt, sondern nur punktuell (mit einem blauen Faden, denn etwas Blaues fehlte Ihren Outfit noch) und nicht an der Seite des Reißverschlusses. Nun kann man über die Haken die Weite des Kleides im Inneren verstellen und zwar so, dass dieses von aussen nicht zu sehen ist. Das Gewicht des Rockes hängt dadurch natürlich auch komplett in der Taille und nicht mehr am Oberteil, auch wenn ich dieses ja mit den Tüllträgern bereits ein wenig abgesichtert habe. Doch doppelt hält nun einmal besser! 😉

Und so sieht das Innere des Kleides nun aus:
Oben kann man gut eine der Schlaufen erkennen, wo der BH (der Verschluß des BHs) eingefädelt wird und unten ist dann das Hakenband vom Waiststay für die Weitenverstellung und den Halt des Rockes.

Die letzten Handgriffe:
Beide Kleider mußten jetzt nur noch zusammengebracht werden, dafür mußte zum einen noch die seitliche Nahtzugabe des oberen Kleides direkt an den Rand des Reißverschlusses des unteren Kleides genäht werden. Und da ich einen nahtverdeckten Reißverschluß verwendet habe und dieser ja nur sehr schwer bis zum oberen Rand eingenäht werden kann (ohne komisch zu beulen), hatte ich ihn etwas nach unten versetzt eingenäht und den letzten offenen Rest mit einer weiteren Knopfschlaufe und einen Knopf versehen um das Kleid bis unter den Arm komplett verschließlich zu können.

Die Träger beider Kleider sind mir zum Glück einigermaßen deckungsgleich gelungen, so dass ich diese nur noch etwas arrangieren mußte und dann problemlos mit kleinen Stichen zusammen fixieren konnte. Das gleich habe ich dann auch noch einmal rundherum am Taillenband gemacht, damit sich beide Kleider beim Tragen nicht gegeneinander verschieben.

Und hier nun das Ergebnis:
Meine beste Freundin in IHREM Brautkleid!

Und sieht sie nicht jetzt schon wunderschön aus? Und dabei sind dieses nur Bilder von der letzten Anprobe, ohne Schmuck, Make-Up, Styling oder Blumen.